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Ratgeber für Langzeitmieter

Visum, Rente & Co

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Wer seine Zeit in der EU z. B. in Italien oder Spanien genießen will, hat keinerlei Probleme. Ein Visum ist hier nicht erforderlich. Jedoch hat man ab einem jährlichen Aufenthalt von mehr als einen halben Jahr die Verpflichtung, im Ausland seinen Wohnsitz zu melden. In der Türkei kann man sich grundsätzlich mit einem Touristenvisum bis zu 90 Tage pro Halbjahr aufhalten. Diese Zeit lässt sich vor Ort um weitere 180 Tage verlängern, so dass 9 Monate Aufenthalt möglich sind. Wer länger bleiben möchte, braucht eine Aufenthaltsgenhemigumg. Anders verhält es sich in Ländern außerhalb der EU, wie z. B. in Thailand. Ein Visum ist hier auf 90 Tage beschränkt, dann ist das Aus- und wieder Einreisen in das Land erforderlich, um den Aufenthalt fortzusetzen. Wer über 50 Jahre alt und Rentner ist, kann das Non Immigrant "O" Visum beantragen, sofern die monatliche Rente umgerechnet über ca. 1.500 € liegt oder ein Betrag in Höhe von ca. 20.000 € auf ein thailändisches Konto eingezahlt wird. Dann können Rentner ein Jahr am Stück in Thailand verbringen ohne zwischenzeitig ausreisen zu müssen. Im bei Deutschen so beliebten Florida gestaltet sich der Aufenthalt besonders schwierig. Während es beim Kauf einer Immobilie praktisch keine Einschränkungen gibt, ist der Aufenthalt in den USA wie bei allen Touristen auf einen Monat beschränkt. Für einen längeren Aufenthalt ist die Green Card zwingend erforderlich. Um diese zu bekommen braucht man viel Losglück.

 

Die meisten melden den Erstwohnsitz nicht

Alle EU-Bürger die sich im EU-Ausland länger als 6 Monate im Jahr aufhalten, sind dort meldepflichtig. Die meisten Rentner kommen dieser Verpflichtung aus verschiedenen gründen nicht nach, reisen als Tourist ein und geben als Meldeadresse einen Wohnsitz in Deutschland an. Wer seinen Erstwohnsitz ins Ausland verlegt, muss dies der Rentenversicherung melden und bekommt die Rente auf eine ausländisches Konto überwiesen. Darüber hinaus gelten selbstverständlich die rechtlichen Richtlininen der ausländischen Gemeinde. Dies bezieht sich insbesondere auf Sozialleistungen und steuerliche Aspekte. Wer also im Ausland Unterstützungen wie Wohngelder erhalten möchte oder politisch stimmberechtigt sein möchte, muss sich dort melden. Die meisten Auslandsimmobilienbesitzer sind jedoch finanziell nicht auf dortige Unterstützungen angewiesen, behalten den Touristenstatus bei und reisen für längere Krankenhausaufenthalte beispielsweise nach Deutschland zurück.


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